
KICHERERBSE
Die Kichererbse kommt ursprünglich aus dem Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds. Die ersten Funde, die von der Verwendung der Kichererbse als Nahrungsmittel zeugen, stammen aus dem Neolithikum.
Im alten Rom und Griechenland wurde sie in der Volksmedizin verwendet, im 18. Jahrhundert begann man, aus den gerösteten Körnern einen Kaffee-Ersatz zu brauen, der mancherorts noch heute getrunken wird.
Die Kichererbse ist vielseitig für die Zubereitung verschiedener Gerichte verwendbar. Sie passt ausgezeichnet zu verschiedenen Gemüsesorten, kann in Eintöpfen, als Beilage, in kalten oder warmen Salaten oder zur Herstellung von Aufstrichen verwendet werden (sicherlich ist Hummus allseits bekannt, ein Aufstrich aus Kichererbsen, Knoblauch und Sesampaste).
Kichererbsenmehl kann Getreidemehl ersetzen, es kann zum Backen oder zum Eindicken von Speisen verwendet werden.
Ähnlich wie die Linse hat die passierte Kichererbse eine cremige Textur, daher kann man aus ihr Bratlinge oder Falafel (Kichererbsenkugeln) machen.
Sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Gerichten der nordafrikanischen und indischen Küche. Man kann sie kochen, frittieren oder backen.
Die meisten Kichererbsen werden in Indien, Australien, Pakistan und der Türkei angebaut.
Die Pflanze wird bis zu 50 Zentimeter hoch und hat kleine federartige Blätter. Die Blüten sind weiß mit blauen, violetten oder rosafarbenen Blättern. In jeder Schote befinden sich zwei oder drei Kichererbsen.
Die Kichererbse wurde in der Antike aufgrund ihres angeblich positiven Einflusses auf die Fruchtbarkeit mit der Göttin Venus in Verbindung gebracht.
In einigen Sprachen wird der Ausdruck „Garbanzo-Bohne“ verwendet, der sich aus den alten baskischen Wörtern „garau“ (Samen) und „antzu“ (trocken) entwickelt hat.