
SAUERKIRSCHE
Die Sauerkirsche stammt ursprünglich aus Osteuropa und ist aus der Kreuzung von Vogelkirsche und Steppenkirsche entstanden.
Zuerst wurde sie am Kaspischen Meer und am Schwarzen Meer angebaut, sie war aber auch bei den Griechen, Persern und Römern in der Antike bekannt. Letztere brachten sie im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung auch nach Großbritannien, wo man sie ab dem 16. Jahrhundert, der Regierungszeit Heinrichs VIII, anbaute.
Rohe getrocknete Sauerkirschen kann man eigenständig essen oder sie in Frühstücks-Müslis mischen. Sie werden Fruchtgetränken hinzugegeben, man kann mit ihnen aber auch Suppen, Gebäck, Torten, Eiscreme und frische Süßspeisen verfeinern.
Sie passen zur Gerichten mit Schweinefleisch, Hähnchenfleisch oder Entenfleisch. Zur Betonung des Geschmacks werden Muskatnuss, Vanille, Zimt und Anis empfohlen.
Sie passen auch ausgezeichnet zu dunkler Schokolade und Mandeln.
Die meisten Sauerkirschen werden in der Türkei, in Russland, Polen und in der Ukraine angebaut.
Botanisch sind die Sauerkirschen mit den Kirschen verwandt. Einst gab es über 50 Sorten Sauerkirschen, heute werden nur noch ein paar davon angebaut.
Sauerkirschen werden häufig zur Herstellung von Likören und Sirups verwendet, in Belgien und Tschechien gibt man sie auch zum Bier hinzu.