
DATTELN
Die Datteln kommen ursprünglich aus dem Nahen Osten beziehungsweise aus dem Flusstal des Ind. Sie wurden von den Mesopotamiern, den Ägyptern und anderen Völkern der Antike aus diesem Gebiet bereits um die 5000 Jahre vor unserer Zeitrechnung angebaut.
Benannt wurden sie nach dem alten griechischen Wort für Finger – dáktulos.
Datteln können eigenständig gegessen werden, in letzter Zeit sind sie aber auch bei der Zubereitung frischer Süßspeisen beliebt, da sie ein ausgezeichnetes Bindemittel sind.
Dattelpaste kann in klassischen Süßspeisen Karamellsoße oder Zucker ersetzen.
Man kann Datteln mit Frischkäse füllen und in Schinken oder Speck einwickeln und dann leicht anbraten.
Mit Mandeln gefüllt und mit Kokos bestreut werden sie im Nahen Osten häufig anstelle von Keksen gegessen.
Heute wachsen die meisten Dattelpalmen in Ägypten, im Iran und in Saudi Arabien.
Die Palmen tragen erst vier bis acht Jahre nach der Anpflanzung. Eine Palme trägt jährlich zwischen 70 und 170 Kilogramm Früchte, die jedoch nicht gleichzeitig reifen und daher mehrmals pro Saison geerntet werden müssen.
Es gibt zahlreiche Dattelsorten, die sich nach Zuckergehalt, Größe, Reifezeit und Ähnlichem unterscheiden.
Dattelpalmen werden auch „Lebensbaum“ genannt. Palmenplantagen machen 3 % der landwirtschaftlichen Fläche weltweit aus und sind in Saudi Arabien und Israel ein nationales Symbol.
In Oman wird bei der Geburt eines Kindes eine Dattelpalme gepflanzt, die dann gemeinsam mit ihm wächst und es laut der traditionellen Überlieferung vor Hunger schützt.
Aus den Steinen wird Seife und sogar Eyeliner hergestellt.