
WALNÜSSE
Walnüsse stammen aus Persien, die alten Römer widmeten den Baum dem Gott Jupiter. Ähnlich wie Haselnüsse wurden sie bereits 7000 Jahre vor unserer Zeitrechnung als Nahrungsmittel verwendet.
Im Laufe der Geschichte zählten Walnüsse zu den am meisten verehrten Pflanzen, da Walnussplantagen bereits in mesopotamischen Schriften auf Tontafeln erwähnt werden.
Die Walnuss wird vor allem beim Backen von Süßspeisen verwendet, aber auch in Fruchtsaftgetränken, Salaten, Aufstrichen oder als Pesto ist sie ausgezeichnet. Sie verfeinert Gemüsebeilagen aus Rosenkohl oder Pilzen und passt auch zu Schweinefleisch.
Die Walnuss ist häufig der Bestandteil der selbst gemachten Granolas, passt ausgezeichnet zu Schokoladendesserts. In Slowenien ist sie am besten als Füllung für das Dessert Potica bekannt.
Die meisten Walnüsse werden in China, in den USA (Kalifornien) und im Iran angebaut, in Europa sind Rumänien und Slowenien die führenden Hersteller.
Am weitesten verbreitet sind zwei Arten von Walnüssen – die echte („persische“) Walnuss und die Schwarznuss. Letztere hat eine sehr harte Schale und trägt nicht viele Früchte, daher wird sie zu kommerziellen Zwecken praktisch nicht angebaut.
Aus der Hülse wird ein sehr beständiger Farbstoff gewonnen, der Tinte ersetzen oder Textilien braun färben kann.
In China gibt es einen Brauch für eine bessere Durchblutung, zwei große, schöne, alte Walnüsse zwischen den Händen zu drehen. Diese zwei Nüsse sind zugleich auch ein Statussymbol. Mit Walnüssen spielen die Chinesen ein Walnuss-Glücksspiel, „Du He Tao“.
Aus Walnüssen wird ein Öl gewonnen, das in der Kochkunst (obwohl man es nicht zu stark erhitzen darf) und in der Kosmetik weit verbreitet ist. Es eignet sich für die Haar- und Hautpflege, vor allem, weil es vor dem Einfluss der Sonne und gegen Alterung schützt.